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1984: Werner Hlavka wird Musikschulleiter Das neue Jahr wurde frohbeschwingt mit dem Musikerball im Gasthaus Pürrer in Edlitz eröffnet. Die ersten Monate brachten die alljährlich wiederkehrenden Ausrückungen, zu erwähnen sind nur die Teilnahme an einem Stabführerkurs in Ternitz und der Empfang von Gästen der Feuerwehr Grimmenstein zu Pfingsten. Im Juni entbot man dem Nachbarverein Feistritz am Wechsel musikalische Gratulation zu dessen Jahrhundertjubiläum. Im Juli standen der Besuch des Musikfestes in Zöbern und die Ehrung von Sommergästen in Edlitz auf dem Programm. Der Musikerausflug dieses Jahres führte in das Mostviertel, nach Aschbach und auf den Sonntagberg. In diesem Monat wurde auch in Bad Schönau ein Kurkonzert musiziert. Anfangs September spielte die Trachtenkapelle beim Musikfest in Sieding aus Anlaß des 60-jährigen Bestandsjubiläums dieses Musikvereines und beteiligte sich auch an der Marschmusikbewertung. die Probenarbeit wurde durch einen „Ausgezeichneten Erfolg” belohnt. Mit der Feuerwehr Edlitz veranstaltete man gemeinsam einen Großkirtag, beim Frühschoppen trat die bekannte „Blaskapelle Hans Makos” auf. Bei der Jahreshauptversammlung konnte Martin Pichlbauer als neuer Jungmusiker begrüßt werden. Der scheidende Musiker Heinz Pichlbauer wurde mit einem Geschenk bedankt. Positiv anzumerken ist, daß seit Jahresbeginn 1984 Kapellmeisterstellvertreter Werner Hlavka Leiter der Musikschule ist. Seine Verdienste wurden auch von den anwesenden Bürgermeistern gebührend gewürdigt. Ernst Lakinger hat den ersten Teil des Kapellmeisterkurses absolviert und nimmt sich gleichfalls in vorbildlicher Weise um die musikalische Jugendarbeit an. 1985: Ehrung für Bürgermeister Josef Ernst Musikerball und vereinsinterner Kameradschaftsabend im Fasching sollen hier noch einmal angeführt werden, sie sind ja inzwischen zum festen Bestandteil des Jahresprogrammes der jubilierenden Trachtenkapelle geworden. Bundesparteiobmann Dr. Alois Mock war nach Grimmenstein zu einer Wahlkundgebung vor den Gemeinderatswahlen gekommen und wurde musikalisch begrüßt. In Edlitz umrahmte die Kapelle die Eröffnung einer Wohnhausanlage. In Wartmannstetten wurde bei der Jahreshauptversammlung des Blasmusikbezirkes Neunkirchen Josef Pichlbauer für 25-jährige aktive Musikausübung geehrt. Im April mußte man dem ehemaligen Musiker Alois Kirner aus Sonnberg musikalisch letztes Geleit geben. Eine Novität war es, daß vom Turm des Lagerhauses in Grimmenstein am 27. April Weisen der Bläsergruppe ertönten. Wenige Tage später standen wieder Fackelzug in Grimmenstein und Maispielen im Markt Edlitz auf dem Programm. Im Mai feierte Klarinettist Franz Milchrahm seine Hochzeit, die Brautmesse in Krumbach wurde musikalisch umrahmt, bei der Tafel wurde die Polka „Für meine Liebste” intoniert und auch Maschkerer aus den Reihen der Musikkapelle durften nicht fehlen. Am 2. Juni wurde der „Tag der Blasmusik” mit Weckruf und Frühschoppen begangen, in dessen Rahmen überreichte Bezirksobmann Emmerich Haus an Bürgermeister Josef Ernst von Edlitz die „Silberne Ehrennadel” des NÖ Blasmusikverbandes für Förderung der Blasmusik. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde auch in diesem Jahr ein Großkirtag veranstaltet. Am Samstag spielte zur Eröffnung jeweils eine „Partie” beim Gasthaus Pürrer und beim Feuerwehrhaus, in großer Besetzung wurde ein Dämmerschoppen musiziert und auch am Sonntag erklangen flotte Märsche vor dem Frühschoppen mit der Kapelle Makos. Wieder einmal war die Steiermark Ziel des Musikerausfluges. Besucht wurden die Lurgrotte, Köflach und das Gestüt Piber. Besonders traurig war der Abschied von Ehrenmitglied Heinrich Kugler am 4. November 1985: „Heinrich Kugler war von 1920 bis 1977 als aktiver Musiker in unserer Kapelle tätig. Er spielte den B-Baß und bei Hochzeiten die steirische Harmonika. Pflichtbewußtsein und Kameradschaft waren dem Heinrich sein oberstes Gebot. Im Dezember 1982 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Er spielte auch bei der Eisenbahnerkapelle in Wiener Neustadt und beim Musikverein Warth-Scheiblingkirchen bis 1977mit.“ Zu einem besonders schönen und verdienten Erfolg wurde die Teilnahme am Konzertwertungsspiel am 17. November in Kirchschlag. In der Mittelstufe konnte ein „Erster Rang mit Auszeichnung” erspielt werden. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 7. Dezember 1985 wurden die neuen Musiker im Blasorchester Johannes Fuchs, Posaune und Martin Traint, Schlagzeug, vorgestellt. Die Neuwahl des Vorstandes brachte bei der „Vereinsspitze” keine Änderungen. Über guten Besuch konnte man sich beim Weihnachtskonzert am Stephanitag im Gasthof Tanzler in Grimmenstein freuen. 1986: Erstmals beide Brautleute Musiker Eine Bläsergruppe wirkte im März 1986 beim Heimatabend in Grimmenstein mit. Stellvertretend für die alljährlichen Eintragungen sei zum Jahr 1986 jene über das Maispielen wörtlich angeführt: „Nach dem traditionellen Weckruf in Edlitz und Grimmenstein teilte sich die Kapelle in zwei Gruppen. Beide Partien strebten musikalisch dem Königsberg zu. Unter der Leitung von Kapellmeisterstellvertreter Werner Hlavka wurde in Unterbuchen begonnen, während uns unser Kapellmeister Georg Handler vom Schauflerhof aus bergauf dirigierte. Wir wurden am Hof unseres Thomasberger Bürgermeisters so gut bewirtet, daß das Musizieren fast von alleine ging. Am Königsberg fand die Wiedervereinigung statt und in kompletter Besetzung beglückten wir noch die Wiesflecker mit unserem klingenden Spiel.“
Gerade diese Form des „Häuserspieles“ ist immer wieder eine wichtige Ehrung für die Bevölkerung. Es ist notwendig, auf diese Weise mit den Menschen, die man auch sonst das ganze Jahr über musikalisch betreut, Kontakt zu pflegen. So wichtig die konzertanten Erfolge der jubilierenden Trachtenkapelle sind, auf die menschliche Verbundenheit, Verwurzeltheit in allen Gesellschaftsschichten darf keineswegs vergessen werden. Blasmusikpflege ist auch ein ganz wesentlicher Dienst an der Heimat und am überlieferten Brauchtum.
Immer wieder konnte von mit viel Brauchtum und Musik verbundenen Musikerhochzeiten berichtet werden. Eine besondere hat es 1986 erstmals gegeben, nämlich die von Marianne Handler und Ernst Lakinger, die nicht die erste ihrer Art bleiben sollte: „Zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte passierte es, daß beide Brautleute als Musikanten in unserer Kapelle tätig sind. Die beiden haben sich sicher gedacht: “Warum denn in die Ferne schweifen, sieh‘ das Gute liegt so nah...” Die Brautmesse wurde diesmal vom Kirchenchor musikalisch gestaltet, aber bereits nach der Messe setzte schon wieder Musik ein und zwar von besonderer Art. Werner Hlavka hatte nämlich extra für unser Musikerbrautpaar eine Fanfare komponiert, die nun dargeboten wurde. Dann folgte der gemütliche Teil im Gasthaus Pürrer, der traditionsgemäß ablief.
Die nächste Musikerhochzeit folgte drei Wochen später, der „eiserne Junggeselle” Gerhard Heinrich schritt zum Traualtar. Im Juni beging man den „Tag der Blasmusik” mit einem Weckruf in Edlitz und einem Frühschoppenkonzert beim Gasthaus Handler in Kohlreuth. Eine Woche später wurde das Inselfest in Lichtenwörth durch ein Nachmittagskonzert mitgestaltet. Auch am Musikfest in Kirchschlag beteiligte sich unser Musikverein als Gastkapelle. Ein bedeutsamer Tag für die Gemeinde Thomasberg war der 5. Juli 1986, erhielt sie doch damals das neue Gemeindewappen. Der Burghof der Thomasburg bot den richtigen Rahmen für die Feierstunde. „Unbedingt zu erwähnen ist noch, daß unser Kapellmeisterstellvertreter Werner Hlavka anläßlich dieses historischen Ereignisses einen Marsch komponierte mit dem Titel ‚Thomasberger Wappenmarsch’. Es war eine Uraufführung und die Komposition unseres Werner wurde vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen”. Anfangs Juli wirkte der Musikverein bei der Sendung „Radio Vierviertel” aus Grimmenstein mit. Durch ein Hochzeitsständchen wurde im August die ehemalige Marketenderin Cilly Puchegger geehrt. Der Sommer 1986 brachte einen Dämmerschoppen in Edlitz, die Gestaltung der Heldenmesse des Kameradschaftsbundes auf dem Hochwechsel und die Musikerhochzeit des Hornisten Johann Schwarz. Am 14. September spielte man zuerst bei der Kinderspielplatzeröffnung in Edlitz und fuhr hierauf zum Musikfest nach Pottschach. Noch eine Musikerhochzeit stand in diesem Jahr auf dem Programm. Da Musikkamerad Josef Schrammel eine Marketenderin des MV Bad Schönau zum Traualtar führte, fand die Hochzeit dort statt und wurde natürlich auch von den Bad Schönauer Musikanten mitgestaltet. Die Teilnahme am Konzertwertungsspiel in Kirchschlag brachte neuerlich einen ausgezeichneten Erfolg. Bei der Jahreshauptversammlung konnte die Flötistin Marion Kager als neues Orchestermitglied vorgestellt werden. Bedankt wurde Ernst Lakinger, damals noch Kassier, für seinen Einsatz bei der Jugendausbildung und die Leitung zusätzlicher Proben. Im Dezember mußte man noch den Thomasberger Altbürgermeister ÖR Josef Dienbauer auf seinem letzten Weg begleiten. Das Weihnachtskonzert am Stephanitag beschloß das Arbeitsjahr musikalisch. 1987: Thomasberg ehrt Werner Hlavka
Der Musikerabend im Fasching wurde diesmal durch die Anwesenheit aller drei Bürgermeister ausgezeichnet. Bürgermeister Alfred Bauer bedankte sich mit einer Urkunde bei Werner Hlavka für den der Gemeinde gewidmeten Marsch. Im Rahmen der Bezirksversammlung in Wartmannstetten wurden Musiker des Vereines geehrt, Franz Kager jun. für 15, Josef Markon, Anton Pichlbauer und Gerhard Heinrich für 25 sowie Franz Kager sen. für 40 Jahre aktives Musizieren. Musikfest wurden von der Bergkapelle Hohe Wand und vom MV Prein besucht. Erfolgreich für die Trachtenkapelle ging das Fußballmatch gegen den MV Krumbach am 20. Juni aus, 4 zu 2. Am 5. Juli 1987 gab es eine Premiere, den Frühschoppen in Hochegg leitete Ernst Lakinger. Der Verein beteiligte sich am Musikfest in Puchberg und gestaltete gemeinsam mit den Krumbacher Musikkameraden die Hochzeit von Marketenderin Ilse Heißenberger, welche einen Musiker aus Krumbach zum Traualtar führte. „Auch Maschkererpartien von beiden Kapellen verschönerten dieses Hochzeitsfest.” Eine Woche später heiratete eine weitere Marketenderin, Margit Putz. Und wieder eine Woche später galt es, die Hochzeit von Musikkamerad Günter Wiesbauer zu umrahmen, wobei man zu seiner feschen Braut Ulli nach Feistritz fahren mußte. Auch bei der Brautmesse in Feistritz wurde musiziert. Hier “sei noch erwähnt, daß unser Kapellmeisterstellvertreter Werner Hlavka auf Wunsch des Brautpaares das Ave Maria in hervorragender Weise zu Gehör brachte.” Zwei Ausrückungen gab es am 13. September, das Frühschoppenkonzert beim Fest der Feuerwehr in Edlitz und die Teilnahme am Musikfest in Wimpassing. Besonders freute man sich über die Auszeichnung beim Konzertwertungsspiel in Kirchschlag, der dritte ausgezeichnete Erfolg in ununterbrochener Reihenfolge war nämlich die Voraussetzung für den Ehrenpreis des Landes NÖ in Bronze und die bronzene Dirigentennadel des NÖ Blasmusikverbandes für Kapellmeister Georg Handler. Bei der Jahreshauptversammlung konnte nicht nur die neue Marketenderin Martina Spenger vorgestellt werden. Gleich drei neue, junge Hornisten gehören nunmehr dem Orchester an: Elisabeth Hlavka, Johann Schwarz und Hubert Schwarz. Obmann Karl Dienbauer konnte auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert seit der Gründung als eigenständiger Musikverein nach den Jahren der Zugehörigkeit zur Feuerwehr zurückblicken, das natürlich besonders auch durch seine umsichtige und tatkräftige Obmannschaft geprägt war. |